Madeira – das Hawaii Europas zwischen Levadas, Nebelwäldern und dem wilden Atlantik

Eine Insel, die mehr ist als ein Reiseziel
Portugal
Christiane Seliger
20.09.2026
5 min Lesezeit

Madeira war für mich keine Reise, die man einfach „abhakt“. Es war eher so ein Ort, der sich Schritt für Schritt in den Kopf schiebt – mit jedem Tunnel, jedem Ausblick und jeder neuen Kurve ein Stück mehr. 2024 war ich dort für neun Tage, und rückblickend kann ich sagen: Es war magisch. Kein anderes Wort trifft es besser.

Unser Ausgangspunkt war Funchal. Dort hatten wir ein Hotel und einen Mietwagen für die gesamte Zeit. Die Kombination war perfekt, weil man so jeden Tag flexibel starten konnte. Die Tiefgarage in Funchal war dabei unser fester Ankerpunkt – von dort aus ging es jeden Morgen raus in eine neue Richtung über die Insel.

Ankommen auf Madeira – erste Eindrücke in Funchal

Die Anreise selbst war schon Teil des Erlebnisses. Über Berlin mit Zwischenstopp in Lissabon ging es spät in der Nacht nach Funchal. Viel gesehen haben wir am ersten Tag nicht mehr, aber dieses Gefühl beim Ankommen war sofort da: Diese Insel ist anders.

Am ersten richtigen Tag sind wir direkt mit der Seilbahn hoch nach Monte gefahren. Oben wartet eine Art botanischer Garten, der wie ein eigenes kleines Universum wirkt. Alles ist grün, verwinkelt und voller Ausblicke über Funchal und den Atlantik.

Der eigentliche Klassiker dort ist die Korbschlittenfahrt zurück ins Tal. Die haben wir tatsächlich ausgelassen, weil die Wartezeit extrem lang war – im Nachhinein würde ich sie aber definitiv vorher reservieren, einfach um das einmal mitzunehmen.

Levada-Wanderungen – Madeira zu Fuß erleben

Madeira zeigt sich am ehrlichsten, wenn man zu Fuß unterwegs ist. Die Levada-Wanderungen gehören für mich zu den Highlights der gesamten Reise.

Wir sind unter anderem die Levada Nova, die Levada do Moinho, die Levada 25 Fontes und die Levada do Caldeirão Verde gelaufen. Jede dieser Touren hat ihren eigenen Charakter, aber alle haben eines gemeinsam: Diese Mischung aus Wasserläufen, Tunneln, Dschungelgefühl und plötzlich komplett offenen Ausblicken.

Die Wege sind dabei technisch nicht schwierig, aber unglaublich abwechslungsreich. Gerade die 25 Fontes Wanderung ist landschaftlich ein echtes Highlight – auch wenn sie entsprechend gut besucht ist.

Bei der Levada Nova gab es einen kurzen Moment, der mir im Gedächtnis geblieben ist: Da hat bei mir kurz die Höhenangst eingesetzt, und ich bin tatsächlich ein kleines Stück direkt in der Levada gelaufen, einfach um mich sicherer zu fühlen. Am Ende war es genau dieser Mix aus Respekt und Natur, der die Wanderungen so intensiv gemacht hat.

Ein kleiner, fast zufälliger Abzweig führte uns außerdem zur Levada dos Balcões (PR11). Dort fressen Vögel direkt aus der Hand – ein unerwartet ruhiger Moment mitten im Grünen. Und direkt am Ende der Strecke wartet ein kleines Restaurant, in dem wir später die wohl beste Tomatensuppe unseres Lebens gegessen haben. Kein Gourmet-Satz, sondern einfach Realität.

Pico do Arieiro und Nebelwald – Madeira über den Wolken

Der Pico do Arieiro war einer dieser Orte, die man nicht einfach „besucht“, sondern erlebt. Wir sind zum Sonnenaufgang hochgefahren – und auch wenn es dort oben nie komplett leer ist, war der Moment oben angekommen trotzdem besonders.

Wegen eines Brandes war der weiterführende Wanderweg Richtung Pico Ruivo gesperrt, deshalb sind wir nur bis zum Aussichtspunkt und ein kleines Stück weiter gelaufen. Trotzdem hat sich allein dieser Blick über die Berglandschaft gelohnt.

Einen komplett anderen Charakter hatte der Fanal-Nebelwald. Die Anfahrt allein ist schon ein Erlebnis: lange, leere Straßen, plötzlich Wolken, und dann fährst du quasi in den Nebel hinein. Vor Ort wirkt alles surreal – alte Bäume, wechselnde Sicht, und diese Stimmung, die sich ständig verändert. Mal klar, mal komplett im Nebel verschwunden.

Küste, Atlantik und wilde Aussichtspunkte

Madeira ist aber nicht nur grün und bergig, sondern auch extrem rau an der Küste.

Ein besonderes Erlebnis war der Wasserfall an der ER103, bei dem die Straße direkt durch den Wasserfall führt und das Wasser über die Fahrbahn läuft. So etwas sieht man nicht oft.

Ebenso beeindruckend war Ilhéus da Ribeira da Janela, wo riesige Felsen im Atlantik stehen und die Wellen ungebremst auf die Küste treffen. Die Kraft des Wassers ist dort kaum zu beschreiben.

Am Farol da Ponta de São Lourenço sind wir von der Leuchtturmstelle aus zu einem Aussichtspunkt gelaufen, dem Miradouro da Garganta Funda. Von dort schaut man in eine tiefe Bucht, in der normalerweise ein Wasserfall fällt – bei uns war es allerdings trocken. Trotzdem war der Blick spektakulär.

Auch Seixal mit seinem schwarzen Strand lag auf unserer Route, ebenso wie mehrere spontane Stopps entlang der Westküste, wo der Atlantik mit voller Kraft gegen die Klippen schlägt.

Funchal, Essen und kleine Momente zwischendurch

Zwischendurch haben wir natürlich auch Funchal selbst erkundet: kleine Restaurants, lokale Küche, Churros, und einfach das Treiben in der Stadt.

Madeira hat diesen Effekt, dass selbst die kurzen Wege nie langweilig sind. Jeder Tunnel öffnet wieder einen neuen Blick, jede Kurve eine andere Landschaft.

Fazit – warum Madeira hängen bleibt

Madeira war für mich keine klassische Strandreise. Es war eine Insel voller Bewegung, Höhenmeter und ständiger Perspektivwechsel.

Was hängen bleibt, sind nicht einzelne Sehenswürdigkeiten, sondern diese Mischung aus:

* Nebel, der plötzlich Landschaften verschwinden lässt
* Sonnenaufgängen über den Bergen
* Levada-Wegen mitten durch den Dschungel
* und dem Atlantik, der ununterbrochen an die Küste schlägt

Wenn ich heute daran zurückdenke, ist es vor allem dieses Gefühl von „immer unterwegs sein“, das bleibt. Und genau das macht Madeira für mich zu einem der beeindruckendsten Reiseziele in Europa.

Meine Madeira-Tipps für dich auf GetYourGuide

Teile diesen Beitrag
No items found.
KONTAKT

Urlaubsreif? Gleich bei mir melden!

Kontaktinformationen
Schreib mir ganz bequem über das Kontaktformular eine Nachricht – gemeinsam finden wir, was Du suchst! Oder schreibe mir eine E-Mail oder rufe mich an. Ich helfe dir gerne weiter.
017698586916
christiane.seliger@amondo-reiseberater.de
Eichertstraße 6
07589
Münchenbernsdorf
Dankeschön! Ich habe deine Anfrage erhalten!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Vielen Dank!
Ich habe deine Nachricht erhalten und freue mich schon darauf, mich in deine Reisewünsche zu vertiefen.

Ich schaue mir deine Anfrage jetzt genau an und melde mich innerhalb der nächsten 24 bis 48 Stunden persönlich bei dir, um gemeinsam deine Traumreise zu gestalten. Ich freue mich auf unser Gespräch!
Bis dahin,
Christiane Seliger
Reiseberichte

Noch mehr Inspiration für deine nächste Traumreise

Italien

Amalfiküste

Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt. Nachdem unsere Sardinien-R
Christiane Seliger
20.09.2026
5 min Lesezeit

Die Amalfiküste stand schon lange auf meiner Reiseliste. Diese bunten Häuser, die steilen Klippen, das türkisfarbene Meer und dieses typische italienische Lebensgefühl – genau das, was man sich unter „Dolce Vita“ vorstellt.

Nachdem unsere Sardinien-Reise zu Ende ging, ging es für uns weiter nach Rom und anschließend an die Amalfiküste. Unsere Route führte uns von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno und von dort mit der Fähre weiter nach Positano.

Und ich kann direkt vorwegnehmen: Die Amalfiküste ist wunderschön. Aber sie ist auch speziell. Zwischen Instagram-Hype, überfüllten Gassen, teilweise absurden Preisen und ganz besonderen Momenten liegen manchmal nur wenige Meter.

Gerade diese Mischung hat die Reise aber so besonders gemacht.

Mit dem Zug von Rom nach Salerno – entspannt Richtung Amalfiküste

Nach unserem Aufenthalt in Rom ging es für uns weiter Richtung Süden. Wir sind von Rom Termini mit dem Zug nach Salerno gefahren.

Eigentlich wollten wir unsere Tickets ganz normal am Automaten kaufen, aber wie so oft in Italien kam direkt jemand zur Hilfe. Eine Mitarbeiterin hat uns gefragt, wo wir hinmöchten, uns den passenden Zug herausgesucht und direkt die Tickets verkauft.

Einfach, unkompliziert und wieder einmal unglaublich freundlich.

Wir hatten Tickets für die zweite Klasse und trotzdem war die Zugfahrt wirklich angenehm. Der Zug fuhr pünktlich los, wir hatten feste Sitzplätze und was ich tatsächlich so noch nicht erlebt hatte: Es kam sogar ein kleiner Servierwagen durch den Zug. Es gab Getränke und einen kleinen Snack dazu.

Klar, es ist keine Weltreise – aber genau diese kleinen Dinge machen das Reisen für mich aus.

In Salerno angekommen, mussten wir uns erst einmal orientieren und den Hafen finden. Mit Google Maps beziehungsweise Apple Karten war das aber überhaupt kein Problem. Der Weg war gut machbar und auch die Fähre nach Positano zu finden, war einfacher, als gedacht.

Die Tickets konnten wir direkt am Hafen kaufen. Es gab verschiedene Linien und die Abfahrtszeiten waren gut ausgeschildert. Auch wenn zwischendurch kurz Verwirrung herrschte, welche Fähre jetzt unsere war, wurde uns sofort weitergeholfen.

Dann ging es endlich los: Mit der Fähre entlang der Küste Richtung Positano.

Positano – wunderschön, aber auch unglaublich voll

Schon die Anfahrt nach Positano war beeindruckend. Die bunten Häuser, die sich an die Felsen schmiegen, das Meer und diese besondere Kulisse – man versteht sofort, warum dieser Ort so beliebt ist.

Bei unserer Ankunft am einzigen öffentlichen Strandabschnitt von Positano war allerdings direkt klar: Hier sind viele Menschen.

Sehr viele Menschen.

Mit uns kamen zahlreiche Tagesausflügler mit der Fähre an, die nur für ein paar Stunden in Positano bleiben wollten. Entsprechend voll waren die Gassen und der Bereich rund um den Hafen.

Kaum von der Fähre runter, wurden wir direkt angesprochen, ob wir einen Gepäcktransport zu unserem Hotel benötigen würden.

Unser Handgepäckkoffer hätte bis zur Mittelstation etwa 20 Euro gekostet, bis ganz nach oben sogar rund 40 Euro pro Koffer. Da wir aber nur mit kleinem Gepäck unterwegs waren und laut Karten-App nur etwa 15 Minuten laufen sollten, entschieden wir uns dagegen.

Also machten wir uns mit unseren Koffern auf den Weg durch Positano.

Mit Gepäck durch die engen, vollen Gassen von Positano zu laufen, war definitiv eine Erfahrung. Vor allem, weil unser Hotel ziemlich weit oben lag. Aber irgendwie gehört auch genau das dazu.

Später fanden wir heraus, dass man auch über Treppenwege deutlich angenehmer nach unten kommt. Positano ist eben nicht nur schön – es ist auch sportlich.

Unser Boutique-Hotel in Positano – ein echtes Highlight

Unser Hotel lag oberhalb von Positano und war ein kleines Boutique-Hotel mit nur wenigen Zimmern.

Schon beim Betreten haben wir uns direkt wohlgefühlt.

Unser Zimmer war komplett im Zitronenstil eingerichtet: warme Gelbtöne, kombiniert mit Blau, liebevolle Details und ein Balkon mit Blick aufs Meer.

Besonders schön fand ich das Fenster mit der kleinen Sitzbank direkt zum Meer. Einfach morgens dort sitzen, den Blick schweifen lassen und kurz vergessen, dass man überhaupt irgendwo hinmuss.

Das Bett war unglaublich gemütlich und alles wirkte sehr persönlich gestaltet.

Genau das ist für mich der Vorteil kleiner Boutique-Hotels: Es fühlt sich nicht anonym an. Man kennt sich, bekommt Tipps und fühlt sich eher wie ein Gast als wie eine Zimmernummer.

Auch Sarah und Elvira vom Hotel waren unglaublich herzlich. Sie haben uns direkt Restauranttipps gegeben, Ausflüge empfohlen und uns bei allem unterstützt.

Am Abend sind wir dann wieder Richtung Positano gelaufen. Da die meisten Tagesgäste mittlerweile verschwunden waren, zeigte sich der Ort plötzlich von einer ganz anderen Seite.

Die Gassen waren leerer.

Der Strand war ruhig.

Und plötzlich konnte man Positano wirklich genießen.

Wir haben uns keine große Restauranttour gemacht, sondern einfach eine Pizza geholt, uns an den Strand gesetzt und dazu einen Aperol beziehungsweise Limoncello Spritz getrunken.

Und ganz ehrlich: Viel mehr braucht es manchmal nicht.

Frühstück mit Meerblick und ein entspannter Tag in Positano

Am nächsten Morgen gab es erst einmal Frühstück.

Und dieses Frühstück war wirklich ein Erlebnis.

Jeden Abend bekamen wir eine Liste, auf der wir für den nächsten Morgen ankreuzen konnten, was wir gerne essen möchten. Und die Auswahl war wirklich verrückt.

Obstplatten, Porridge, Eier, Avocado, Tomate-Mozzarella, Lachs, verschiedene Getränke – alles wurde wunderschön angerichtet.

Dazu gab es jeden Morgen Zitronenwasser und einen leckeren Latte Macchiato.

Nach dem Frühstück wollten wir Positano noch einmal ohne Gepäck erkunden.

Also ging es wieder runter in den Ort.

Und ja – es war wieder voll.

Sehr voll.

Die berühmten Zitronenkleider, die kleinen Boutiquen und die Instagram-Spots sind natürlich wunderschön anzusehen. Aber gleichzeitig merkt man auch schnell, dass Positano extrem vom Social-Media-Hype lebt.

Ein Zitronenkleid für 140 Euro? Kann man machen. Muss man aber nicht.

Wir haben lieber die Atmosphäre genossen, sind durch die kleinen Gassen geschlendert und haben uns einfach treiben lassen.

Mein Tipp für Positano: Wenn ihr den Ort wirklich erleben möchtet, kommt früh morgens oder bleibt bis zum Abend. Genau dann zeigt Positano seine schönste Seite.

Capri als Tagesausflug – wunderschön, aber nicht mein persönliches Highlight

Am nächsten Tag ging es für uns mit der Fähre nach Capri.

Wir hatten vorher keine große Planung gemacht und dachten uns: Wird schon passen.

Rückblickend würde ich das anders machen.

Capri ist wunderschön, aber ohne Plan verliert man schnell Zeit. Wir sind angekommen und direkt mitten im Trubel gelandet.

Natürlich wollten wir das berühmte Zitronensorbet probieren.

Also haben wir uns hingesetzt, ein Zitronensorbet bestellt und dazu noch einen Aperol getrunken.

Was soll ich sagen?

Es war lecker.

Aber der Preis war definitiv ein Erlebnis.

Für zwei Zitronensorbets und zwei Aperol haben wir knapp 80 Euro bezahlt.

Für mich war das der Moment, wo ich dachte: Okay, Capri hat seinen Preis.

Danach sind wir noch weiter nach oben gelaufen, haben die Aussicht genossen und sind durch die Luxusgeschäfte geschlendert. Louis Vuitton und Co. waren vertreten – wir haben uns allerdings eher wie Besucher aus einer anderen Welt gefühlt.

Capri ist schön, keine Frage.

Aber wenn ich noch einmal hinfahren würde, würde ich deutlich besser planen. Vielleicht mit einem Fahrer, einer geführten Tour oder einem klaren Plan, welche Orte ich sehen möchte.

Die Lemon Tour – das schönste Erlebnis an der Amalfiküste

Und dann kam das Erlebnis, das für mich die gesamte Amalfiküste geprägt hat.

Die Lemon Tour.

Eigentlich wollten wir nach unserem Capri-Tag fast absagen. Das Wetter war bewölkt, wir waren etwas enttäuscht von Capri und hatten morgens beim Frühstück nicht so richtig Motivation.

Aber wir hatten die Tour bereits bezahlt.

Also sind wir gegangen.

Und zum Glück.

Die Lemon Tour kostet zwar 95 Euro pro Person, aber sie war jeden Cent wert.

Wir waren nur eine kleine Gruppe von vier Personen. Neben uns waren noch zwei Mädels aus Amerika dabei, mit denen wir uns direkt super verstanden haben.

Statt einer klassischen Tour mit Reisegruppe landeten wir mitten auf einer kleinen Zitronenfarm, die in die Felsen gebaut war.

Wir haben die Zitronenbäume kennengelernt, viel über den Anbau erfahren und einen Einblick in das echte Leben an der Amalfiküste bekommen.

Danach wurde für uns auf der Terrasse ein Essen vorbereitet.

Es gab Salat, frische Zitronenprodukte und natürlich Lemon Pasta.

Und diese Pasta war unglaublich lecker.

Ich hätte nie gedacht, dass Zitronennudeln so gut schmecken können.

Besonders schön war, dass alles so familiär war. Die Besitzer haben sich Zeit genommen, mit uns gesprochen und wir hatten nicht das Gefühl, einfach nur eine Touristin auf einer Liste zu sein.

Zur Farm gehörte sogar ein kleiner privater Strandabschnitt, den wir danach hätten nutzen können.

Keine Menschenmassen.

Keine überfüllte Badebucht.

Einfach Ruhe.

Genau solche Momente bleiben von einer Reise hängen.

Italienische Spezialitäten direkt von der Zitronenfarm nach Hause

Und tatsächlich hat sich dort auch mein kleines Paketproblem gelöst.

Schon auf Sardinien hatte ich versucht, italienische Lebensmittel nach Hause zu schicken. Aber irgendwie hat es nie funktioniert. Entweder war die Post geschlossen oder irgendetwas hat gefehlt.

Die Zitronenfarm an der Amalfiküste verschickt ihre Produkte weltweit.

Also habe ich zugeschlagen.

Zehn Kilo Zitronen, mehrere Flaschen Olivenöl, Limoncello und weitere italienische Spezialitäten wurden kurzerhand nach Deutschland geschickt.

Und ich würde jederzeit wieder dort bestellen.

Nicht nur, weil die Produkte unglaublich gut sind, sondern weil ich weiß, wo sie herkommen und welche Menschen dahinterstehen.

Aus einer einfachen Lemon Tour sind echte Kontakte entstanden.

Und genau das liebe ich am Reisen.

Mein Fazit zur Amalfiküste – würde ich wiederkommen?

Ja.

Aber anders.

Die Amalfiküste ist wunderschön und Positano gehört definitiv zu den Orten, die man einmal gesehen haben sollte. Gleichzeitig sollte man sich bewusst sein, dass die Region extrem touristisch ist.

Mein größter Tipp: Nehmt euch Zeit.

Versucht nicht, jeden Ort abzuhaken.

Genießt lieber ein langes Frühstück mit Meerblick, einen Spaziergang durch leere Gassen am Abend, eine Pizza am Strand oder einen kleinen Ausflug, den ihr nicht auf jeder Top-10-Liste findet.

Capri würde ich persönlich beim nächsten Mal anders planen oder vielleicht sogar auslassen.

Dafür würde ich definitiv wieder eine Lemon Tour machen.

Denn genau diese Momente – die Begegnungen, die kleinen Geschichten und die besonderen Erlebnisse – machen für mich eine Reise unvergesslich.

Die Amalfiküste ist nicht perfekt.

Aber vielleicht macht genau das ihren Charme aus.
 

Grossbritannien

London – wo Träume Wirklichkeit werden

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie. Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptsta
Christiane Seliger
20.09.2026
5 min Lesezeit

Es gibt Städte, die man besucht und schön findet. Und dann gibt es Städte, die einen vom ersten Moment an in ihren Bann ziehen. Für mich gehört London definitiv zur zweiten Kategorie.

Vor einigen Jahren durfte ich fünf Tage in der britischen Hauptstadt verbringen – und obwohl die Zeit eigentlich viel zu kurz war, habe ich in diesen Tagen unglaublich viel erlebt. Der eigentliche Anlass der Reise war mein Geburtstag und ein Erlebnis, auf das ich mich schon lange gefreut hatte: Mamma Mia! The Party.

Wer jetzt an ein klassisches Musical denkt, liegt nur teilweise richtig. Mamma Mia! The Party ist viel mehr als eine Show. Es ist ein Erlebnis, bei dem man mitten in die Welt von ABBA eintaucht. Die Veranstaltung findet in einer liebevoll gestalteten griechischen Taverne statt und verbindet Musik, Schauspiel und ein mehrgängiges Menü zu einem einzigartigen Abend. Ja, das Ticket war nicht günstig – aber rückblickend war es jeden einzelnen Cent wert.

Während des Abends wird die Geschichte direkt um die Gäste herum erzählt. Dazu kommen die bekannten ABBA-Hits, die live performt werden und für eine Atmosphäre sorgen, die man kaum beschreiben kann. Für ein paar Stunden hatte ich tatsächlich das Gefühl, als wäre die Welt von Mamma Mia zum Leben erwacht. Bis heute gehört dieser Abend zu meinen schönsten Reiseerlebnissen überhaupt.

Natürlich durfte neben diesem Highlight auch das klassische Sightseeing nicht fehlen. London bietet schließlich Sehenswürdigkeiten, die man mindestens einmal gesehen haben sollte. Dazu gehören das berühmte Riesenrad am London Eye, der Buckingham Palace und die vielen historischen Straßen und Plätze, die den besonderen Charme der Stadt ausmachen.

Ein weiteres Highlight unserer Reise war ein Tagesausflug nach Stonehenge. Die beeindruckende Steinformation hatte ich schon oft auf Bildern gesehen, aber davorzustehen ist noch einmal etwas völlig anderes. Dieser geschichtsträchtige Ort strahlt eine besondere Atmosphäre aus und war für mich definitiv einen Besuch wert. Am liebsten hätte ich auf dem Weg dorthin noch weitere Orte in der Umgebung erkundet, doch dafür fehlte uns leider die Zeit.

Als großer Fan von historischen Anwesen, britischer Kultur und natürlich auch von „Bridgerton“ durfte für mich außerdem eine traditionelle Tea Time nicht fehlen. Wer London besucht und die britische Lebensart erleben möchte, sollte sich dieses Erlebnis nicht entgehen lassen. Elegantes Ambiente, feine Sandwiches, Scones und eine große Auswahl an Tee – britischer wird es kaum.

Mindestens genauso begeistert hat mich der Besuch der Harry Potter Studios von Warner Bros. Für Fans der Filmreihe ist dieser Ort ein absolutes Muss. Wir hatten den Ausflug über GetYourGuide gebucht und wurden direkt im Londoner Stadtzentrum abgeholt. Die Anreise verlief allerdings etwas anders als geplant – zumindest für mich. Durch das ständige Stop-and-Go im Londoner Verkehr und die vielen Kurven wurde mir während der Fahrt leider ziemlich schlecht. So schlecht, dass ich kurz dachte, ich würde den Tag vielleicht eher auf einer Bank als in Hogwarts verbringen.

Zum Glück kam alles anders. Direkt nach der Ankunft führte unser erster Weg in den Eingangsbereich mit seinen vielen Harry-Potter-Spezialitäten. Dort entdeckte ich einen Goldenen Schnatz aus Kuchen und Zucker. Ob es die Magie von Hogwarts oder einfach eine ordentliche Portion Zucker war, kann ich bis heute nicht sagen – aber danach ging es mir schlagartig besser. Ich hatte zwar gefühlt einen leichten Zuckerschock, dafür war ich aber wieder bereit für das Abenteuer.

Und natürlich gehört auch das berühmte Butterbier dazu. Ob man es am Ende wirklich liebt oder nicht, ist fast nebensächlich. Wenn man schon einmal dort ist, sollte man es einfach probieren. Es gehört zum gesamten Erlebnis dazu und macht die Atmosphäre noch authentischer.

Danach konnte der Rundgang endlich beginnen. Die Originalkulissen, Requisiten und Einblicke hinter die Kulissen der Filme sind beeindruckend. Egal ob die Große Halle von Hogwarts, der Bahnsteig 9¾, die Winkelgasse oder die zahlreichen Kostüme und Filmsets – an jeder Ecke gibt es etwas zu entdecken. Selbst als Erwachsener fühlt man sich hier für ein paar Stunden wieder wie ein Kind und taucht komplett in die magische Welt von Harry Potter ein.

Für mich war dieser Besuch weit mehr als eine klassische Studioführung. Es war eine Reise zurück in eine Welt, die mich seit meiner Kindheit begleitet. Und spätestens als ich mit meinem Butterbier durch die Studios lief, war die schlechte Busfahrt längst vergessen.

Rückblickend war diese Reise für genau das perfekt, was ich mir damals gewünscht hatte. Der eigentliche Anlass war mein Geburtstag und der große Traum, Mamma Mia! The Party live zu erleben. Allein dafür hätte sich die Reise schon gelohnt. Dass ich mir gleichzeitig noch einen weiteren lang gehegten Wunsch erfüllen und die Harry Potter Studios besuchen durfte, macht mich bis heute unglaublich dankbar. Genauso wie der Ausflug nach Stonehenge – ein Ort, den ich schon so oft auf Bildern gesehen hatte und den ich nun endlich mit eigenen Augen erleben konnte.

Wenn ich heute darüber nachdenke, noch einmal nach London zu reisen, würden meine Prioritäten wahrscheinlich etwas anders aussehen. Die klassischen Sehenswürdigkeiten habe ich gesehen und viele davon würde ich nicht unbedingt ein zweites Mal besuchen. Das London Eye beispielsweise war ein tolles Erlebnis, aber nicht etwas, das ich bei einem weiteren Besuch unbedingt wieder machen müsste.

Stattdessen würde ich mir mehr Zeit nehmen. Zeit, um die Stadt und ihre Umgebung bewusster zu entdecken. Oxford steht dabei ganz oben auf meiner Liste. Außerdem würde ich gerne die britischen Vororte und die kleineren Orte rund um London erkunden, vielleicht sogar mit einem Mietwagen. Einfach losfahren, an schönen Cafés und Pubs anhalten, neue Ecken entdecken und das britische Lebensgefühl noch intensiver erleben.

Auch kulinarisch würde ich mir mehr Zeit gönnen. Eine traditionelle Tea Time ganz ohne Zeitdruck, besondere Restaurants und vielleicht den einen oder anderen Ort, den man nicht in jedem Reiseführer findet.

Und doch gibt es eine Sache, die ich vermutlich sofort wieder buchen würde: Mamma Mia! The Party. Ja, die Tickets sind nicht günstig. Aber manchmal gibt es Erlebnisse, die weit über ihren Preis hinausgehen. Für mich war dieser Abend genau so ein Erlebnis. Die Musik, die Atmosphäre, das Essen und die besondere Stimmung haben meinen Geburtstag zu etwas gemacht, an das ich mich bis heute mit einem Lächeln erinnere.

London ist für mich deshalb nicht nur eine Stadt voller Sehenswürdigkeiten. London ist eine Stadt voller Erlebnisse. Eine Stadt, die bei jedem Besuch etwas anderes bereithält und die mir gezeigt hat, dass die schönsten Erinnerungen oft dort entstehen, wo man einen lang gehegten Traum endlich Wirklichkeit werden lässt.

Meine Ausflugstipps für dich:

Niederlande

Amsterdam

Amsterdam gehört für mich zu den Städten, die einfach immer funktionieren. Egal ob für ein verlängertes Wochenende, einen spontanen Städtetrip oder als Zwischenstopp – langweilig wird es hier garantiert nicht. Das liegt nicht nur an den berühmten Gra
Christiane Seliger
20.09.2026
5 min Lesezeit

Amsterdam gehört für mich zu den Städten, die einfach immer funktionieren. Egal ob für ein verlängertes Wochenende, einen spontanen Städtetrip oder als Zwischenstopp – langweilig wird es hier garantiert nicht. Das liegt nicht nur an den berühmten Grachten oder den schmalen Häusern, sondern vor allem an der entspannten Atmosphäre. Obwohl Amsterdam eine Millionenstadt ist, fühlt sie sich erstaunlich ruhig und gemütlich an. Überall fahren Fahrräder vorbei, kleine Cafés reihen sich aneinander und hinter jeder Ecke wartet ein neues Fotomotiv.

Mittlerweile war ich bereits zweimal in Amsterdam – und beide Reisen hätten unterschiedlicher kaum sein können. Beim ersten Besuch standen die klassischen Sehenswürdigkeiten auf dem Programm: Keukenhof, Grachtenfahrt, A’DAM Lookout und Museum of Illusions. Beim zweiten Mal wollten wir die Stadt einfach nur genießen, ohne Zeitdruck und ohne To-do-Liste. Rückblickend kann ich sagen: Beide Arten, Amsterdam zu erleben, haben ihren ganz eigenen Charme.

In diesem Reisebericht nehme ich euch mit zu meinen persönlichen Highlights, verrate euch meine liebsten Foodspots und gebe euch ehrliche Tipps, welche Ausflüge sich wirklich lohnen.

Anreise nach Amsterdam: Nachtzug oder Flug?

Tatsächlich bin ich schon auf zwei verschiedene Arten nach Amsterdam gereist.

Beim ersten Mal haben wir den Nachtzug ab Nürnberg genommen. Das war überraschend entspannt. Wir hatten Schlafwagen gebucht und konnten die komplette Nacht durchfahren. Am nächsten Morgen rollte der Zug direkt am Amsterdamer Hauptbahnhof ein – ausgeschlafen mitten im Zentrum. Gerade für einen kurzen Städtetrip finde ich das eine richtig angenehme Alternative zum Flugzeug.

Beim zweiten Besuch kamen wir von Mallorca und flogen nach Amsterdam Schiphol. Schon der Flughafen hat mich begeistert. Alles ist modern, übersichtlich und hervorragend ausgeschildert. Vom Flughafen fährt regelmäßig ein Zug direkt zum Hauptbahnhof. Die Tickets lassen sich unkompliziert am Automaten kaufen und wenige Minuten später steht man bereits mitten in Amsterdam.

Allein die unkomplizierte Anreise macht Amsterdam für mich zu einem perfekten Ziel für ein verlängertes Wochenende.

Unsere Unterkünfte: Zwischen absolutem Reinfall und echter Empfehlung

Bei unserer ersten Reise übernachteten wir im ClinkMama.

Die Lage war grundsätzlich gut und viele Sehenswürdigkeiten konnten wir bequem zu Fuß erreichen. Leider hörten die positiven Punkte dort auch schon auf. Das Hotel war nicht besonders sauber und insgesamt hat uns der Aufenthalt enttäuscht. Deshalb würde ich es heute nicht mehr empfehlen.

Ganz anders sah es bei unserer zweiten Reise aus.

Diesmal entschieden wir uns für das ClinkNOORD Hostel. Auch wenn der Name zunächst nach klassischem Hostel klingt, hatten wir dort ein eigenes Doppelzimmer und waren wirklich positiv überrascht.

Das Beste ist allerdings die Lage.

Nur wenige Gehminuten entfernt befindet sich die kostenlose Fähre, die den ganzen Tag zwischen Amsterdam Noord und dem Hauptbahnhof pendelt. Innerhalb weniger Minuten steht ihr mitten im Zentrum – schneller geht es kaum.

Das Frühstück würde ich persönlich nicht dazubuchen. Es war vollkommen in Ordnung, aber Amsterdam bietet so viele schöne Cafés, dass sich Frühstücken außerhalb deutlich mehr lohnt.

Für Preis-Leistung und Lage bekommt das ClinkNOORD von mir eine klare Empfehlung.

Warum sich Amsterdam so besonders anfühlt

Was mich an Amsterdam immer wieder begeistert, ist das Lebensgefühl.

Obwohl täglich tausende Touristen durch die Stadt laufen, wirkt Amsterdam nie stressig. Vielleicht liegt es an den vielen Grachten, vielleicht an den kleinen Häusern oder daran, dass überall Fahrräder unterwegs sind. Jedenfalls fühlt sich die Stadt deutlich entschleunigter an als viele andere europäische Metropolen.

Besonders gerne laufe ich einfach ohne Ziel durch die verschiedenen Viertel.

Das Jordaan-Viertel gehört für mich zu den schönsten Ecken der Stadt. Kleine Grachten, gemütliche Cafés, individuelle Boutiquen und jede Menge ruhige Seitenstraßen laden dazu ein, einfach loszulaufen und sich treiben zu lassen.

Ganz anders wirkt dagegen Damrak. Hier stehen die berühmten schmalen Grachtenhäuser, die wahrscheinlich jeder schon einmal auf Instagram oder auf einer Postkarte gesehen hat. Gerade morgens lassen sich hier wunderschöne Fotos machen, bevor die Menschenmassen eintreffen.

Keukenhof: Auch für Nicht-Blumenfans einen Besuch wert

Bei unserem ersten Besuch waren wir Ende März in Amsterdam und entschieden uns für einen Tagesausflug zum Keukenhof.

Zu diesem Zeitpunkt hatte die Tulpenblüte gerade erst begonnen. Natürlich standen noch nicht alle Felder in voller Blüte, trotzdem war der Park beeindruckend.

Ich würde mich selbst nicht unbedingt als großen Blumenfan bezeichnen. Trotzdem gehört der Keukenhof für mich einfach zu einer Amsterdam-Reise im Frühling dazu. Die riesigen Blumenbeete, die liebevoll angelegten Gärten und die Farben sind einfach etwas Besonderes.

Praktisch fand ich außerdem, dass wir das Ticket als Kombi inklusive Grachtenfahrt gebucht hatten. Dadurch musste man sich vor Ort um nichts mehr kümmern.

Amsterdam vom Wasser entdecken: Die Grachtenfahrt

Wenn ihr Amsterdam zum ersten Mal besucht, solltet ihr unbedingt eine Grachtenfahrt machen.

Viele Sehenswürdigkeiten wirken vom Wasser aus noch einmal ganz anders. Gleichzeitig bekommt man einen guten Überblick über die verschiedenen Stadtteile und entdeckt Ecken, die man zu Fuß wahrscheinlich nie gefunden hätte.

Für mich gehört die Grachtenfahrt mittlerweile genauso zu Amsterdam wie die Fahrräder oder die schmalen Häuser.

A’DAM Lookout: Die beste Aussicht über Amsterdam

Ein weiteres Highlight war für mich der A’DAM Lookout.

Schon die Aussichtsplattform bietet einen fantastischen Blick über die gesamte Stadt. Wer möchte, kann sich dort einen Cocktail bestellen und einfach die Aussicht genießen.

Natürlich musste ich auch die berühmte Schaukel ausprobieren.

Zugegeben – ein bisschen Überwindung kostet sie schon. Schließlich schaukelt man mehrere Meter über dem Boden. Aber genau deshalb macht sie auch so viel Spaß.

Auch hier gibt es häufig Kombitickets inklusive Getränk, was sich preislich durchaus lohnt.

Museum of Illusions: Überraschend unterhaltsam

Das Museum of Illusions stand eher zufällig auf unserer Liste.

Eigentlich hatten wir gar keine großen Erwartungen. Umso überraschter waren wir hinterher.

Die verschiedenen Räume und optischen Täuschungen machen richtig Spaß und sorgen für viele lustige Fotos. Gerade wenn das Wetter einmal nicht mitspielt oder ihr zwischendurch etwas anderes erleben möchtet, kann ich das Museum definitiv empfehlen.

Meine liebsten Foodspots in Amsterdam

Amsterdam hat kulinarisch deutlich mehr zu bieten, als viele denken.

Natürlich musste auch ich die berühmten Stroopwafels bei Van Wonderen probieren. Frisch gebacken, mit Schokolade und verschiedenen Toppings – definitiv nichts für jeden Tag, aber unglaublich lecker.

Mindestens genauso begeistert war ich von Fabel Friet.

Ja, man steht meistens eine Weile an. Aber die Pommes mit Trüffelcreme, Käse und den hausgemachten Soßen gehören für mich zu den besten Pommes, die ich bisher gegessen habe.

Wenn ihr mit mehreren Leuten unterwegs seid und jeder etwas anderes essen möchte, solltet ihr unbedingt bei den Foodhallen vorbeischauen. Dort findet ihr Streetfood aus aller Welt unter einem Dach – von Burgern bis asiatischen Gerichten.

Auch die Bar N-JOY hat mir richtig gut gefallen. Eine entspannte Atmosphäre, leckere Cocktails und der perfekte Ort, um den Abend einzuläuten.

Amsterdam bei Nacht: Mein absolutes Highlight war die Silent Disco

Amsterdam ist tagsüber wunderschön – aber auch abends hat die Stadt ihren ganz eigenen Charme.

Natürlich gibt es unzählige Bars, Restaurants und Clubs. Wer aber mal etwas anderes erleben möchte, dem kann ich die Silent Disco Tour wirklich empfehlen.

Gebucht hatten wir sie damals über eine Ausflugsplattform wie GetYourGuide oder Tripadvisor. Im Preis war sogar ein Begrüßungscocktail enthalten.

Bevor die Tour losging, saßen wir noch gemütlich in der N-JOY Bar, haben unseren ersten Cocktail getrunken und anschließend unsere Kopfhörer bekommen.

Von außen muss das ziemlich verrückt ausgesehen haben.

Wir liefen tanzend durch die Straßen Amsterdams, jeder mit Kopfhörern auf den Ohren. Das Lustigste passierte immer dann, wenn man die Kopfhörer kurz abnahm.

Während die eine Hälfte laut Macarena mitsang, schmetterte die andere Gruppe plötzlich All I Want for Christmas Is You – und das mitten im März.

Ohne Musik hörte man also nur Menschen, die völlig unterschiedliche Lieder gleichzeitig sangen.

Genau das machte den Abend so witzig.

Es war eine dieser Aktivitäten, bei denen man sich vorher fragt, ob das wirklich Spaß macht – und hinterher gehört sie plötzlich zu den schönsten Erinnerungen der ganzen Reise.

Amsterdam ganz entspannt erleben

Bei meinem zweiten Besuch haben wir bewusst auf Sehenswürdigkeiten verzichtet.

Stattdessen wollten wir die Stadt einfach genießen.

Wir sind stundenlang durch Jordaan und Damrak geschlendert, haben kleine Boutiquen entdeckt, an den Grachten gesessen und einfach das Leben beobachtet.

Genau dafür eignet sich Amsterdam perfekt.

Man braucht hier nicht zwingend einen straffen Zeitplan.

Oft entstehen die schönsten Momente einfach beim Herumlaufen.

Ein Besuch im Coffeeshop gehört irgendwie dazu

Natürlich wollten wir auch einmal einen typischen Amsterdamer Coffeeshop besuchen.

Also haben wir uns Cookies bestellt und wollten einfach ausprobieren, warum dieser Teil der niederländischen Kultur so bekannt ist.

Um ehrlich zu sein?

Ich hatte deutlich spektakulärere Geschichten erwartet.

Wir mussten zwar ziemlich viel lachen, aber da ich sowieso ein Mensch bin, der ständig lacht, war der Unterschied ehrlich gesagt gar nicht so groß.

Trotzdem gehört diese Erfahrung für mich irgendwie zu Amsterdam dazu.

Einmal gemacht, darüber gelacht und eine weitere Geschichte für den Reisebericht gesammelt.

Shopping zwischen Grachten und kleinen Boutiquen

Auch zum Shoppen eignet sich Amsterdam hervorragend.

Zwischen den bekannten Marken findet ihr immer wieder kleine Boutiquen, Concept Stores und individuelle Läden, die man in Deutschland so kaum findet.

Gerade rund um die Grachten macht das Bummeln unglaublich viel Spaß.

Man entdeckt ständig neue Ecken und läuft dabei automatisch an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei.

Meine persönlichen Tipps für 3 bis 4 Tage Amsterdam

https://gyg.me/5wlPAhda (Rijkmuseum) 

https://gyg.me/1Tb8sdVk (Heineken Experience)

Grachtenfahrt am Abend https://gyg.me/laI4GQj5

Keukenhof + Grachtenfahrt https://gyg.me/FR75G6on

A‘DAM Lookout mit Essen https://gyg.me/NJVmSWVq 


Alternativ könnt ihr den Tag auch komplett entspannt in Amsterdam verbringen, durch die Viertel schlendern oder eines der vielen Museen besuchen.

Habt ihr vier Tage Zeit, bleibt sogar noch genügend Raum, einfach ohne Plan durch die Stadt zu laufen.

Und genau das würde ich inzwischen jedem empfehlen.

Mein Fazit: Würde ich wieder nach Amsterdam reisen?

Definitiv.

Amsterdam gehört inzwischen zu meinen absoluten Lieblingsstädten in Europa.

Nicht, weil die Stadt die spektakulärsten Sehenswürdigkeiten besitzt oder weil man hier möglichst viele Attraktionen abhaken muss.

Sondern weil Amsterdam unglaublich entschleunigt wirkt.

Die Grachten, die schmalen Häuser, die vielen Fahrräder und die gemütlichen Cafés sorgen dafür, dass man automatisch langsamer wird.

Natürlich gibt es die klassischen Highlights wie den Keukenhof, den A’DAM Lookout oder eine Grachtenfahrt. Sie gehören für mich definitiv dazu und gerade beim ersten Besuch würde ich sie auch immer wieder machen.

Mindestens genauso viel Spaß haben mir aber die kleinen Momente gemacht.

Mit einer Portion Pommes an einer Gracht sitzen.

Frisch gebackene Stroopwafels essen.

Ohne Ziel durch Jordaan laufen.

Mit Kopfhörern mitten durch Amsterdam tanzen.

Oder einfach auf die kostenlose Fähre steigen und den Blick auf die Skyline genießen.

Genau diese Mischung macht Amsterdam für mich so besonders.

Wenn ich noch einmal hinreise – und das werde ich ganz sicher – würde ich wahrscheinlich noch weniger planen als beim letzten Mal. Ich würde mir morgens einen guten Kaffee holen, durch die Straßen schlendern, hier und da spontan einkehren und den Abend wieder mit Freunden in einer Bar oder bei einer außergewöhnlichen Aktivität ausklingen lassen.

Denn manchmal sind es nicht die großen Sehenswürdigkeiten, die eine Reise unvergesslich machen – sondern genau diese kleinen, ungeplanten Momente.

christiane-seliger
WhatsApp
Click to Chat